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Nur für Erwachsene • Popmusik: zensiert, diskutiert, unterschlagen

Ausstellung

Ausstellung mit zensierten und kontrovers diskutierten Schallplattencovern aus nahezu 50 Jahren Rock- und Popmusikgeschichte
21. März – 12. April 2009
Eröffnung: Freitag, 20. März, 21 Uhr
Weitere Öffnungszeiten Fr + Sa 16-20h, So 14-18h

Do 26.03. • 21.00 : Filmklub zur Ausstellung!


Wie gerade unlängst die Pädophilie-Diskussion um die Wiederveröffentlichung des Scorpions-Album “Virgin Killer” im Originalcover zeigte, ist die Geschichte der Rock- und Popmusik eine Geschichte von Provokationen: ob nun ästhetisch wie jetzt bei den Konsensrockern aus Hannover oder musikalisch und textlich. Immer war das Ausloten von Grenzen ein wesentlicher Teil des Pop. Forderungen nach dem Eingriff der Zensur die konsequente Folge. Heftige Diskussionen um Wandlungen gesellschaftlicher Werte und Vorstellungen von Moral haben den Weg der Popmusik mitgeprägt.
Zu diesem spannenden Thema hat die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen gemeinsam mit der Universität Hamburg und dem münsteraner Telos Verlag eine kulturhistorische Ausstellung realisiert: Die Zusammenhänge von Popmusik auf der einen und der gesellschaftlichen Diskussion bis hin zur Zensur auf der anderen Seite werden hier mit zum Teil ultra-raren Exponaten für das Publikum sichtbar gemacht. In der Ausstellung sind zahlreiche Cover von beanstandeten Platten der Rockgeschichte in der Vorher-Nachher-Version zu sehen.
Der Zensurbegriff wird dabei nicht in seiner strengen juristischen Definition verstanden, sondern er findet seine Ausdehnung bis hin in jenen besonderen Graubereich, der auch den oft sehr wirksamen vorauseilenden Gehorsam der Selbstzensur mit einschließt..
Das gesamte Projekt „Nur für Erwachsene – Rockmusik: zensiert, diskutiert, unterschlagen“ ist somit eine kommentierte Sammlung und Dokumentation von beispielhaften Fällen, wobei der Schwerpunkt auf der Bundesrepublik Deutschland liegt. Hintergründe liefert ein die Ausstellung begleitender Katalogband von Dr. Roland Seim und Dr. Josef Spiegel, der im Telos-Verlag Münster erschienen ist.
Am Samstag, dem 28. März, wird zudem der Soundforscher und Autor Jens Raschke Musik auflegen und kommentieren, die es aus rätselhaften Gründen geschafft hat, weder der Schere im Kopf ihrer Produzenten noch der gezielten Willkür staatlicher Eingriffe zum Opfer zu fallen: MitarbeiterInnen der Freiwilligen Selbstkontrolle sind herzlich eingeladen …

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